Lokaler Immunstatus

Ist die Darmabwehr auf Zack?

Die Darmschleimhaut ist die größte Oberfläche des Körpers und bedarf eines besonderen Schutzes. Den bieten sowohl spezifische als auch unspezifische Abwehrmechanismen.

 

Sekretorisches Immunglobulin A

Ein wesentlicher Effektor des spezifischen Immunsystems ist das sekretorische Immunglobulin A (kurz: sIgA). Dessen Bestimmung im Kot gibt Auskunft über die Funktionsfähigkeit des darmassoziierten Immunsystems (GALT = Gut associated lymphoid tissue).

Das sIgA ist Teil des darmassoziierten Immunsystems und spiegelt die Sekretionsleistung der in der intestinalen Submukosa gelegenen Plasmazellen wider. Es befördert die Aggregation von Bakterien und Viren und wirkt antitoxisch. Es maskiert und bindet die Darmmikrobiota, aber auch Allergene und blockiert Rezeptoren, so dass Fremdkeime nicht an der Darmschleimhaut anhaften können.

 

 Verminderter Nachweis

Prädestinierte Hunderassen (Deutscher Schäferhund)
mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen

Chronisch-entzündliche Enteropathie

Immunsuppressive Zustände

Hautveränderungen

Infektanfälligkeit

Stumpfes Fell

Juckreiz

 

Vermehrter Nachweis

Rezidivierende Infekte

Asthma bronchiale

Rhinitis

Allergie

 

 

 

Fäkales Sekretorisches Immunglobulin A

Referenzbereiche Tiermedizin

Der sIgA-Gehalt lehnt sich an die Referenzbereiche der Humanmedizin an. Der Parameter muss aber individuell im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen interpretiert werden und kann als Marker in der Verlaufskontrolle dienen.

Referenzbereiche Humanmedizin

0,71-2,19 mg/g Stuhl

Normbereich

≤ 0,7 mg/g Stuhl

Hinweis auf Beeinträchtigung des darmassoziierten Immunsystems

≥ 2,2 mg/g Stuhl

Hinweis auf besondere Beanspruchung des Darmimmunsystems

Fäkales Sekretorisches Immunglobulin A

Referenzbereiche Tiermedizin

Der sIgA-Gehalt lehnt sich an die Referenzbereiche der Humanmedizin an. Der Parameter muss aber individuell im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen interpretiert werden und kann als Marker in der Verlaufskontrolle dienen.

Referenzbereiche Humanmedizin

0,71-2,19 mg/g Stuhl

Normbereich

≤ 0,7 mg/g Stuhl

Hinweis auf Beeinträchtigung des darmassoziierten Immunsystems

≥ 2,2 mg/g Stuhl

Hinweis auf besondere Beanspruchung des Darmimmunsystems